Rückblick Klimatour 2025 – Ein Sommer voller Begegnungen, Erkenntnisse und Aufbruch

Mitglied des Landtags

Rückblick Klimatour 2025 – Ein Sommer voller Begegnungen, Erkenntnisse und Aufbruch

Bevor wir gemeinsam in den winterlichen Wahlkampf eintauchen, lohnt sich ein Blick zurück auf diesen politischen Sommer. Hinter uns liegt eine intensive Zeit: Wir haben das Landesklimaschutzgesetz gestärkt, das Landesjagdgesetz unter heftigem Protest verhandelt und damit zwei zentrale Weichenstellungen für die kommenden Jahre vorgenommen. Nach der Sommerpause sind wir wieder tief im Tagesgeschäft, doch mein wichtigstes Anliegen bleibt: Klimaschutz muss bei den Menschen vor Ort ankommen.

Darum habe ich im Rahmen meiner diesjährigen Klimatour erneut viele Kommunen besucht, mit Waldspaziergängen, in Unternehmen, in Stadträten, bei Bürgerinitiativen. Dort, wo Klimapolitik nicht abstrakt ist, sondern konkret: sichtbar, hörbar, spürbar.

In Zweibrücken zeigte sich, wie sehr ein gesunder Stadtwald von guter Pflege, vielfältigen Baumarten und konsequent klimaresilienten Entscheidungen abhängt. Unsere neuen Investitionen in Aufforstung, Wasserrückhalt und Klimaschutzwälder werden genau hier wirksam.

In Rhein-Selz durfte ich erleben, wie engagierte Naturschützer Lebensräume wie den Hirschkäferwald schützen und Biodiversität bewahren. Solche Orte erinnern uns daran, dass Klimaschutz und Artenschutz untrennbar miteinander verbunden sind.

In Kaiserslautern ging es um Klimapolitik im Maßstab einer Großstadt: Millioneninvestitionen aus dem KIPKI-Programm, der Weg zur bilanziellen Klimaneutralität 2040 und die Frage, wie lokale Strategien und landesweite Ziele ineinandergreifen. Die Antwort: Es braucht Mut, Tempo und Zusammenarbeit, dann wird Klimaschutz greifbar.

Wie kraftvoll Unternehmergeist und Nachhaltigkeit zusammenwirken können, zeigte sich bei Besuchen in Andernach und Münstermaifeld. Von Photovoltaik und Speichersystemen bis zu regionalen Wildfrüchten, überall entsteht eine Wirtschaft, die Klimaschutz nicht als Bürde, sondern als Chance versteht.

Ein Klassiker meiner Tour war der Austausch mit Gedea in Ingelheim: Windkraft, Solarenergie, Bürgerbeteiligung und die Frage, wie stabile politische Rahmenbedingungen Innovation ermöglichen. Klar wurde: Die Energiewende funktioniert, wenn wir Planbarkeit schaffen und die Elektrifizierung konsequent voranbringen.

In Oberwesel wiederum standen Waldschutz, Klimakrise und die Debatten um das Jagdgesetz im Mittelpunkt. Die aktuellen Zahlen sind alarmierend, doch unsere Waldoffensive setzt genau dort an: klimaresilienter Waldumbau, neuer Wasserrückhalt, mehr Kohlenstoffbindung. Klimaschäden sind Realität, doch Waldpolitik bleibt ein Gestaltungsauftrag

Höchst inspirierend war schließlich die Landesgartenschau-Vorbereitung in Neustadt an der Weinstraße. Zwischen Müllberg, Renaturierungsprojekten, Cradle-to-Cradle-Konzept und einer lebhaften Diskussion über Wärmewende wurde deutlich: Die Zukunft der Energie ist technisch machbar, aber sie braucht Kommunikation, Beratung und das Vertrauen der Menschen. Und: Bürgerinnen und Bürger profitieren, wenn sie früh beteiligt werden.

Diese Tour hat mir erneut gezeigt, wie vielfältig Klimaschutz in Rheinland-Pfalz gelebt wird, in Forstämtern, Stadtratsfraktionen, Betrieben, Kellern historischer Weingüter und in der engagierten Zivilgesellschaft. Sie hat mich bestärkt, diesen Weg weiterzugehen: mit klaren Zielen, konkreten Maßnahmen und dem festen Willen, Klimaschutz für alle erfahrbar zu machen.

Vielen Dank an alle, die mich empfangen, begleitet, diskutiert und inspiriert haben.